23Apr
KOOPERATION mit dem IFFF (Internationales Frauen Film Fest) 16 - 18.30h Filmforum NRW: Between Goodbyes (2024) Screening und Gespräch
mit Anja S. Michaelsen (HU Berlin) & Protagonistin Mieke Murkes
Das derzeitige Weltgeschehen beschäftigt auch die Gender und Queer Studies. Als wissenschaftliches Feld, dass intersektional und mulidisziplinär arbeitet, das nicht nur geschlechter- und sexualpolitische Entwicklungen in den Blick nimmt, ist es durch die Vielzahl an krisenhaften Entwicklungen und Zuspitzungen, die sich weltweit ereignen, herausgefordert. Manche machen „Gender, Diversity, Inlusion“ sogar für die aktuellen Krisen mitverantwortlich.
Gleichwohl gibt es aus der Perspektive der intersektionalen Gender und Queer Studies, historisch gesehen, keinen Zeitraum, auf den gänzlich wohlwollend und zufrieden zurückgeschaut werden kann, keinen Moment, der retrospektiv als idealer Bezugspunkt und Sehnsuchtsort gelten kann, auch wenn es sich punktuell für einige so darstellte. Das Erkenntnisinteresse der Gender- und Queer Studies, so mag es erscheinen, ist die Analyse, Problematisierung und Bearbeitung des permanent Krisenhaften hin zu einer lebbareren Welt.
(Wissens)Archive sind für diese Art von Arbeit zentral. Im Nachdenken über mögliche Zukünfte ist die Frage, wie sich Wissenschaftler*innen, Queer-Feminist*innen, Aktivist*innen, ... vor Generationen unsere Gegenwart vorgestellt haben, entscheidend. Doch es gibt keineswegs eine Einigkeit darüber, wer heutzutage in den Kanon der bewegungsgeschichtlichen und wissenschaftlichen Ancestors gehört. Auch das gehört zum Selbst- und Wissenschaftsverständnis der Gender und Queer Studies. Gleichwohl gibt es Texte, Autor*innen, Filme und Zitate, auf die sich viele beziehen, die über Jahrzehnte hinweg die Wut über gesellschaftliche Ungerechtigkeit auf den Punkt bringen; die, auch wenn sie schon Jahrzehnte alt sind, auch heute noch Mut machen.
In dieser Ringvorlesung, die eine Kooperation von GeStiK und den Queer Studies in Künsten und Wissenschaft der KHM ist, wird in vielfältigen Beiträgen der Frage nachgegangen, welche Bedeutungen Wissen und Geschichte(n) für das Hier und Jetzt, aber auch für ein potentielles Morgen haben. Wie beziehen wir uns auf diejenigen, die vor uns gedacht und gekämpft haben? Wie gestalten sich vielstimmige Verbindungen, wenn es nicht nur um das Erinnern, sondern auch um Verlernen geht? Wie können alte Fragen aktualisiert und das Gemeinsame darin gehalten werden, trotz und mit allen Differenzen und Kontroversen?
Die Ringvorlesung findet immer donnerstags i. d. R. von 16:00 bis 17:30 Uhr statt und wird in Präsenz gehalten. Die Vorträge werden gemeinsam und anhand weiterführender (Schlüssel-)Texte nachgearbeitet.
In diesem Semester findet die Vorlesung im Hörsaal G des Hörsaalgebäudes 105 der Universität zu Köln statt. Nebenstehend finden Sie eine Wegbeschreibung für die Vorträge.
23Apr
mit Anja S. Michaelsen (HU Berlin) & Protagonistin Mieke Murkes
30Apr
mit Frederic Rukes & Paulina Andrade Schnettler (beide a.r.t.e.s., UzK)
07Mai
mit Andrea Maihofer (Uni Basel) & Isabell Lorey (KHM)
21Mai
mit Rahab Njeri, Jules Bieber & Carlos Hufschlag (alle Referat ChanGe, UzK)
11Jun
mit Paulina Andrade-Schnettler (a.r.t.e.s., UzK) & Glenda Obermuller (TWMB)
18Jun
Dokumentarfilm (2021) 89 min, englische Originalfassung
25Jun
mit Lisa Krall (Impact, UzK) & Julia Scholz (GeStik, UzK)
02Jul
mit Dirk Schulz & Karo Kalmbach (beide GeStik, UzK)
09Jul
Spielfilm (1983), 90 min, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
16Jul
mit Denise Bergold-Caldwell (Uni Innsbrück) & Susanne Völker (GeStik, UzK)
23Jul
mit Sarah Karim (HU Berlin)
Bitte fahren Sie mit der Linie 9 bis zur Haltestelle Universität. Dort steigen Sie aus und laufen zu Fuß ca. 5-10 Minuten bis zum Hörsaalgebäude (gegenüber vom Hauptgebäude). Alternativ können Sie mit den Regionalbahnen bis Dasselstr./Bahnhof Süd fahren und von dort ca. 15 Minuten bis zum Hörsaalgebäude laufen.