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Die Krise als Krise – die Krise als Chance – die Krise als Alltag?

Donnerstag 16.00 - 17.30h
Die Vorlesung wird über Zoom stattfinden. Der Link zur Sitzung wird hier veröffentlicht werden.

‚Corona Pandemie‘ bezeichnet derzeit ein (weiteres) globales Krisenphänomen. Doch wer und was gerät in die Krise? Welche Existenzen sind bedroht? Die Krise bringt das Gewohnte ins Wanken, sie verschärft die existierenden Ungleichheiten und bringt neue hervor, sie ist eine physische und psychische Herausforderung. Allen Szenarien ist gemeinsam, dass auch mit dem Abflauen der Infektionsrate und den damit einhergehenden Lockerungen nicht mehr Alles wie ‚früher‘ werden wird. ‚Krise‘ steht also hier für existenzielle Bedrohungen, für einen fundamentalen Bruch, für einen Wendepunkt, für eine Zäsur.

Die Analysen dessen, was wir derzeit erleben und die Prognosen über die Zukünfte fallen je nach befragter Perspektive sehr unterschiedlich aus. Spezifische Gefährdungen werden sichtbar gemacht, Selbstverständlichkeiten und Normalitäten geraten ins Wanken und gleichzeitig rückt das Alltägliche, das vermeintlich Gegebene als eine Folie in den Vordergrund. Die durch die Corona Pandemie hervorgerufene Krise durchzieht alle Lebensbereiche wie auch alle Regionen der Welt. Das macht die aktuelle Situation sicherlich zu einer besonderen. Allerdings trifft sie nicht Alle gleichermaßen. Im Versuch, die aktuelle Krise verstehbar und handhabbar zu machen, werden vergangene Krisen herangezogen, um Analogien und Brüche nachzuzeichnen und um nach dem zu suchen, was aus vorangegangenen Krisen gelernt werden kann.

In der Ringvorlesung soll die Corona Pandemie nicht als vordergründiger Bezugs-, sondern als Ausgangspunkt genommen werden, um aus unterschiedlichen Perspektiven über die verschiedenen Aspekte der aktuellen Krisenhaftigkeit nachzudenken und zukünftige Visionen einer gerechteren Welt zu entwickeln.