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Vortrag

Testosterone. An Unauthorized Biography: The Athletics Dimension

May 2019, the Court of Arbitration for Sport ruled that female athletes with naturally elevated levels of testosterone could not compete as women unless they made efforts to reduce the hormone in their bodies. The ruling came in a case broughtby the middle-distance runner Caster Semenya (2009) against the International Association of Athletics Federations that challenged longstanding myths about the presumed masculinity of testosterone and its role in the body. Semenya’s current loss demonstrates just how entrenched those myths have become. Against this backdrop of Semenya‘s case and the scientific and historical complexity of „gender verification“ in elite sports, Rebecca  Jordan Young and Katrina Karkazis will question these new sports policies within an intersectional framework of feminist science studies and sociopolitics and will take up the discussion of their newest book, Testosterone: An Unauthorized Biography, Harvard Univ. Press, awarded with a Guggenheim Fellowship.

Queere Sichtbarkeiten. Entfaltungen und Spaltungen

Das Phänomen von stark oppositionierenden soziopolitischen und soziokulturellen Kräften lässt sich vielerorts beobachten. Eine sich scheinbar immer schneller verändernde Lebenswirklichkeit und ein Alltag, der durch die Covid-19 Pandemie noch einmal mehr als dauerhafter Ausnahmezustand erlebt wird, fordert die Routinen und Gewohnheiten heraus. Intersektionale und queer-feministische Interventionen haben zwar Erfolge zu verzeichnen, gleichzeitig wird aber der Ruf nach traditionellen Ordnungskategorien und klaren Grenzziehungen lauter: Die Kernfamilie wird als Gegenentwurf zu nicht-cis/-heterosexuellen Lebensentwürfen verteidigt, Abtreibungsgesetzgebungen werden verschärft, die „Festung Europa“ verstärkt die Grenzsicherung, das Verbot von Gender Studies als wissenschaftliche Disziplin wird diskutiert und vollzogen, rassistisch motivierte Gewaltakte nehmen zu.

Die Ringvorlesung will diese Spannungsfelder aufgreifen, queere/queerende Perspektiven in Theorie und Praxis sichtbar machen und Möglichkeiten von Entfaltungen, die nicht auf Spaltungen angelegt sind, diskutieren.