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Queere Sichtbarkeiten. Entfaltungen und Spaltungen

Das Phänomen von stark oppositionierenden soziopolitischen und soziokulturellen Kräften lässt sich vielerorts beobachten. Eine sich scheinbar immer schneller verändernde Lebenswirklichkeit und ein Alltag, der durch die Covid-19 Pandemie noch einmal mehr als dauerhafter Ausnahmezustand erlebt wird, fordert die Routinen und Gewohnheiten heraus. Intersektionale und queer-feministische Interventionen haben zwar Erfolge zu verzeichnen, gleichzeitig wird aber der Ruf nach traditionellen Ordnungskategorien und klaren Grenzziehungen lauter: Die Kernfamilie wird als Gegenentwurf zu nicht-cis/-heterosexuellen Lebensentwürfen verteidigt, Abtreibungsgesetzgebungen werden verschärft, die „Festung Europa“ verstärkt die Grenzsicherung, das Verbot von Gender Studies als wissenschaftliche Disziplin wird diskutiert und vollzogen, rassistisch motivierte Gewaltakte nehmen zu.

Die Ringvorlesung will diese Spannungsfelder aufgreifen, queere/queerende Perspektiven in Theorie und Praxis sichtbar machen und Möglichkeiten von Entfaltungen, die nicht auf Spaltungen angelegt sind, diskutieren.

Alle Informationen finden Sie hier.

Judith Butler und Dirk Schulz im Gespräch

"There is no back to normal!"

Als Beitrag zum Wissenschaftstag #4genderstudies 2020 veröffentlichte der blog interdisziplinäre geschlechterforschung ein Gespräch von Judith Butler und Dirk Schulz, Geschäftsführer von GeStiK, Gender Studies in Köln. Unter dem Titel “There’s no back to normal” bildete ihr Austausch den Auftakt zur aktuellen Vortragsreihe der GeStiK zum Thema „Krise“. Da in diesem Gespräch auch Fragen skizziert wurden, die sich auf die anhaltenden Angriffe auf – bis hin zu Verboten von – Gender Studies überall in der Welt beziehen, stimmte Judith Butler einer redaktionellen Bearbeitung für den gender-blog zu. Sie finden die beiden Teile unter den Titeln The Value of Science Writing for Our Times und Contesting the Claims of the Anti-Gender Ideology Movements.

Vortrag

Testosterone. An Unauthorized Biography: The Athletics Dimension

May 2019, the Court of Arbitration for Sport ruled that female athletes with naturally elevated levels of testosterone could not compete as women unless they made efforts to reduce the hormone in their bodies. The ruling came in a case broughtby the middle-distance runner Caster Semenya (2009) against the International Association of Athletics Federations that challenged longstanding myths about the presumed masculinity of testosterone and its role in the body. Semenya’s current loss demonstrates just how entrenched those myths have become. Against this backdrop of Semenya‘s case and the scientific and historical complexity of „gender verification“ in elite sports, Rebecca  Jordan Young and Katrina Karkazis will question these new sports policies within an intersectional framework of feminist science studies and sociopolitics and will take up the discussion of their newest book, Testosterone: An Unauthorized Biography, Harvard Univ. Press, awarded with a Guggenheim Fellowship.

You will find the Zoom here.

Publikation

Eribon Revisited - Perspektiven der Gender und Queer Studies

Karolin Kalmbach / Elke Kleinau / Susanne Völker (Hg.)

In diesem ersten Band der Reihe Revisited – Relektüren aus den Gender und Queer Studies werden die Werke Rückkehr nach Reims und Gesellschaft als Urteil von Didier Eribon als Ausgangspunkt für Diskussionen um soziale Ungleichheit und Bildungsprozesse genommen. Forscher*innen aus den Erziehungs- und Sozialwissenschaften, den Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften führen die Auseinandersetzung mit Eribons Texten mit unterschiedlichen theoretischen und methodischen Zugängen und fragen danach, wie sie sich zu anderen maßgebenden Texten der sozialen Ungleichheits- und Bildungsforschung verhalten. Was haben die Texte Eribons hier zu bieten? Was eröffnen sie? Was scheint zu verschwinden? Was ließe sich anders relationieren? Als inter- und transdisziplinäres, kollaboratives Projekt führt dieser Band Beiträge von Autor*innen zusammen, die mit geschlechterhistorischen, rassismuskritischen, de/postkolonialen, gender- und queertheoretischen sowie intersektionalen Ansätzen arbeiten und diese in unterschiedlichen Konstellationen miteinander ins Gespräch bringen.

Mit Beiträgen von Gudrun Hentges, Karolin Kalmbach, Elke Kleinau, Bettina Kleiner, Christian Lömke, Julia Reuter, Thomas Viola Rieske, Dirk Schulz, Andrea Seier, Vanessa E. Thompson, Stephan Trinkaus und Susanne Völker.

https://www.springer.com/gp/book/9783658305604

Vorlesungsverzeichnis SoSe 2021

Das Veranstaltungsverzeichnis für das Sommersemester 2021 des Zertifikat Gender Studies ist da. Hier können alle Veranstaltungen eingesehen werden, die im Rahmen des Zertifikats belegbar sind.

Weitere Informationen zum Zertifikat können hier abgerufen werden.

Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung

- Beiträge zur ersten gemeinsamen internationalen Konferenz der Fachgesellschaften für Geschlechterforschung/-studien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz -

Julia Scholz / Susanne Völker / Elisabeth Tuider (Hg.)

Sammelband mit Aufsätzen der ersten gemeinsamen Tagung der deutschen Fachgesellschaft Geschlechterstudien, der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und der Schweizerischen Gesellschaft für Geschlechterforschung unter dem Titel „Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“. Die Konferenz wurde vom 28. bis zum 30. September 2017 von GeStiK – Gender Studies in Köln an der Universität zu Köln ausgerichtet. Sie wurde gemeinsam mit und für die Fachgesellschaften konzipiert und vorbereitet. Den gesamten Tagungsband, der als Open Access Publikation erschienen ist, finden Sie hier.

http://dx.doi.org/10.25595/1356

Interview zum Master Gender & Queer Studies im CEWS Journal

Ein erfolgreiches Kooperationsmodell: Der Masterstudiengang Gender & Queer Studies in Köln.

Ein Interview mit Dr. Dirk Schulz (Geschäftsführung GeStiK, Universität zu Köln), Dr. des. Julia Scholz (Studiengangskoordination GeStiK, Universität zu Köln) und Barbara Umrath (Studiengangkoordination IFG, Technische Hochschule Köln).

Das gesamte Interview findet sich im CEWSjournal Nr. 113 auf den Seiten 44 bis 51. Die vollständige Ausgabe findet sich hier und hier die Homepage des Journals.