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GeStiK lädt ein zu Vortrag und Kolloquium (20.06. & 21.06.) mit der Gastdozentin Dr. Doro Wiese

Zeit haben. Körper sein. Zur Politik der Ent-Entfremdung

Foto: Anna Lena Grau, Still aus Hand catching clay, 2015

Welches Potenzial ist im Zurückgeworfensein auf das Nicht-Wissen enthalten, im körperlichen Ausleuchten und Ertasten von demjenigen, was man noch nicht erfahren hat?

Der Vortrag „Zeit haben. Körper sein“ (20.06.) nimmt die Skulptur Moule der Künstlerin Anna Lena Grau zum Ausgangspunkt, um über das Verhältnis von Ästhetik und Politik erneut nachzudenken. Doro Wiese wird die Verlangsamung der Erkenntnis hervorkehren, die Moule durch seine formalen Eigenschaften initiiert. Dessen Appell an die Zeitlichkeit und Körperlichkeit der Betrachtenden kann einen wichtigen Bruch mit der Schnelligkeit und globalen Verbreitung von Informationen darstellen, der möglicherweise zu neuen feministischen Handlungsmöglichkeiten führt.

Das Kolloquium am 21.06. wird an die Themen des Vortrags anknüpfen. Mit Hilfe von künstlerischen Gegenständen soll sich der Frage genähert werden, inwieweit „Zeit haben" und "Körper sein“ für ein Beteiligtsein an gesellschaftlichen Prozessen notwendig sind.

Zu Vortrag und Kolloquium sind alle Interessierten, Studierenden und Promovierenden herzlich eingeladen.

 

Vortrag am Dienstag den 20.06.2017, 18h im Hörsaal D (Hörsaalgebäude)

Kolloquium am Mittwoch den 21.06.2017 von 10h bis 17h in der Eckertstr. 4 (Besprechungsraum)

Veranstaltungsbelegung Gender Zertifikat SoSe 2017


Liebe Studierende,
hier der Hinweis für Sie, dass die folgenden Seminare weiterhin, auch im Rahmen des Zertifikats Gender Studies, im Veranstaltungsverzeichnis SoSe 2017 bei KLIPS belegt werden können. Wenden Sie sich zudem an die Lehrenden:

14389.0012 Körper und Materialitäten

Lehrperson: Lisa Krall
Do 16.00h – 17.30h
Raum 0A01 Bauwens-Gebäude

14389.0001 Gesellschaftstheorien: Diskursordnung, Disziplinar-Gesellschaft, Biomacht und Selbstregierung (Michel Foucault)

Lehrperson: Univ.- Prof. Dr. Susanne Völker
Di 12.00h – 13.30h
Seminarraum 2.B.11, Bauwens-Ggebäude

Jenny Gusyk-Nachwuchspreis 2016

Zum dritten mal vergab GeStik im rahmen des 4. Genderforums den Jenny-Gusyk-Nachwuchspreis. Dieses Jahr wurde der Preis an Kathleen Boström für ihre herausragende wissenschaftliche Bachelorarbeit in den Gender- oder Queer Studies mit dem Titel „Die psychometrische Messung von Gender: Inwiefern sind nicht-binäre Geschlechtsidentitäten intelligibel?“ verliehen. Ein Abstract der Arbeit finden Sie hier.

Neuerscheinung: "Fact and Fiction, Insistence and Resistance: Germany’s Struggle with Queer Interventions"

Aufsatz von Dirk Schulz, erschienen im Sammelband "Queer Stories of Europe", 2016, Hrsg: Kārlis Vērdiņš und Jānis Ozoliņš

Erhältlich bei Cambridge Scholars Publishing, sowie demnächst in der GeStiK Bibliothek. Eine Leseprobe findet sich hier.

Beschreibung des Sammelbandes:

This is the first volume on the studies of queer identities in Europe to adopt a strong focus on the history of the Baltic region among other countries in Central and East Europe. It unites work by researchers of different European countries that deals with various representations of the queer culture over a period of more than one hundred years. A significant part of the book is dedicated to belletristics, with the contributors offering readings of it with knowledge about ideas circulating in public discourse that have been influential for new discoveries in history, art history, culture studies, communication studies, theology, and narratology, among other fields.