zum Inhalt springen

Ei(ge)nheits-Diskurse -Autoritäre Allianzen und selbstermächtigende (Alltags)Praxen

Donnerstag 16.00 - 17.30h

Hörsaalgebäude (Gebäude 105), Hörsaal G

Die öffentlichen Debatten verschärfen sich, es werden immer deutlichere rhetorische und realpolitische Grenzziehungen vorgenommen, innerhalb der Gesellschaft, zwischen Menschen als Personengruppen, zwischen Staaten. Der Verhandlung von Ängsten wird seitens Regierungen, aber auch vieler Medien, mit dem Versprechen begegnet, durch „Ordnung, Steuerung und Begrenzung“die Welt überschaubarer und damit sicherer zu machen. Dies geht oftmals einher mit dem Angebot traditioneller und binärer Identifikationen, die Orientierung und Zugehörigkeit bieten sollen. Emanzipatorische Errungenschaften und Forderungen nach der Anerkennung von und dem Leben mit Vielfältigkeit werden bei diesen Argumentationen als Entwicklungen vermittelt, die die Welt erst „unsicher“ gemacht haben.

Diese sich zuspitzenden Diskurse, Politikfelder sowie Netzwerke und Akteur*innen sollen in den Beiträgen vor dem Hintergrund feministischer, queertheoretischer sowie politikwissenschaftlicher (Gesellschafts)Analysen in dieser Ringvorlesung beleuchtet werden. Gleichzeitig geht es um Fragen und Möglichkeiten der alltäglichen, wissenschaftlichen und bildungspolitischen Praxen der Selbstermächtigung, damit die Grenzziehungen, Ausschlüsse und „Wahrheiten“, die in und durch autoritäre Allianzen proklamiert werden, nicht unwidersprochen bleiben.

Das aktuelle Programm zur Ringvorlesung steht hier zum Download zur Verfügung.