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GeStiK - GENDER STUDIES IN KÖLN

Zentrale, wissenschaftliche Einrichtung an der Universität zu Köln

GENDER STUDIES untersuchen – entgegen dem konventionellen Verständnis einer ‚natürlich gegebenen‘ Geschlechterdifferenz – die Hervorbringungen, Konstruktionen, Materialisierungen von ‚Geschlecht‘ und ‚Geschlechterverhältnissen‘ und die Verknüpfungen mit weiteren sozialen, kulturellen und naturwissenschaftlichen Ordnungsmustern und Klassifikationen. ‚Gender‘ verweist dabei nicht nur auf sehr verschiedene Dimensionen und Bedeutungsgehalte, etwa auf symbolische Geschlechterordnungen, institutionalisierte Geschlechterverhältnisse, Arbeitsteilungen und Subjektivierungsweisen, auf Identitäts-, Sexualitäts- oder Körperkonstruktionen, also insgesamt auf Kategorien der Strukturierung, Differenzierung, Disziplinierung und Hierarchisierung. Als kritische Verfahren problematisieren GENDER UND QUEER STUDIES dichotome Gegenüberstellungen, die Ungleichheiten und Ausschlüsse erzeugen und die Anerkennung von vielfältigen, beweglichen Differenzen und eine gleichberechtigte, gerechte Partizipation verhindern.

Die Entwicklung und die erheblichen wissenschaftlichen Innovationen der GENDER UND QUEER STUDIES sind insbesondere ihren inter- und transdisziplinären Verfahren, Zugängen und Netzwerken zu verdanken. Dennoch sind GENDER STUDIES je disziplinär verortet, sie machen aber zugleich Disziplinen als historisch spezifische Wissens- und Erkenntnisformen in ihren Möglichkeiten und Grenzen greifbar und forcieren interdisziplinäre Problematisierungen und Kooperationen. Nicht zuletzt verweisen die vielfältigen theoretischen und methodologischen Perspektiven und Kontroversen innerhalb der GENDER STUDIES auf die notwendige Reflexion der eigenen Situiertheit und Verantwortung als realitätsschaffende Wissen(schaft)spraxis.

Aufgabenfelder von GeStiK

 

  • Gender Mapping: Erstellung eines Tableaus personaler und institutioneller Profile im Hinblick auf Geschlechterforschung an der Universität zu Köln
  • Eine strukturierte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Graduiertenkolleg) und interdisziplinärer Forschungszusammenhänge, um auf diesem Wege Synergien durch die Vernetzung fakultätsübergreifender Schwerpunkte zu stärken und neue Kooperationen zu ermöglichen.
  • In der Lehre wird sowohl durch die Konzeptionierung eines eigenständigen, interdisziplinären und hochschulübergreifenden Verbundstudiengangs GENDER UND QUEER STUDIES, wie auch durch die Etablierung eines universitätsinternen Zusatzzertifikats Gender Studies das spezifische Profil der UNIVERSITÄT ZU KÖLN dauerhaft weiterentwickelt.
  • Der Standort Köln wird durch Kooperationen mit weiteren Kölner Hochschulen (Kunsthochschule für Medien Köln, Fachhochschule Köln, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Deutsche Sporthochschule Köln) im Bereich der Forschung und Lehre ausgebaut und durch institutionelle Einbindung in das landesweite Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung Nordrhein-Westfalen gestärkt.
  • Systematische Pflege außerwissenschaftliche Kooperationsbeziehungen mit Institutionen aus Kunst, Kultur und Medien, Politik, Wirtschaft und Bildung, um GENDER UND QUEER STUDIES an der UNIVERSITÄT ZU KÖLN als Teil einer zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit sichtbar zu machen.
  • Dem Zentrum GeStiK - GENDER STUDIES IN KÖLN kommt maßgeblich eine initiierende, bündelnde und organisierende Funktion bei der Pflege inter/nationaler wissenschaftlicher Kommunikation und Kooperation bspw. durch Tagungen oder der Einrichtung einer Gastprofessur zu.

 

Nähere Informationen zu GeStiK und seinen Mitgliedern finden Sie auch auf unserem Flyer.